Ziel unserer "Free Burma" Homepage ist es, auf die Situation
der Menschen in Burma aufmerksam zu machen.



If you think you are to small to make a difference
you have never been in bed with a mosquito !


Wir über uns (Stand 30.09.2007)



Miriam Wilhelm (29 Jahre),Josephine Wacker (26 Jahre),
geboren in Dresden, geboren in Leipzig,
ist Diplom Sozialpädagogin, hat vor dem Medizinstudium
studiert derzeit Medizin. Krankenschwester und
Sie hat während dieses Studiums Rettungssanitäterin gelernt,
2 Jahre als Tutorin sowie während des Medizinstudiums
Gesprächsführungskurse in der Notfallambulanz gejobbt.
für Medizinstudenten gegeben.

Engagement in Burma

Wir beide engagieren uns seit 2 Jahren für die Menschen in Burma. Wir waren etwa 1 Jahr Mitglied bei dem Verein "Helfen ohne Grenzen", haben uns aber jetzt von dem Verein getrennt, wegen unüberwindbarer Differenzen. Unser abgeschlossenes Projekt "Freedom Klinik" haben wir eigenständig begonnen und dann bei "Helfen ohne Grenzen" weitergemacht. Nachdem wir gezwungen waren die "Freedom Clinic" aufgrund des burmesischen Militärs aufzugeben, haben wir unter dem Motto "Freedom Clinic" weitergeholfen. Wir haben medizinische Hilfspakete für Rucksacksanitäter besorgt, die im Landesinneren den Bürgerkriegsopfern helfen.

Wir beide studieren zusammen in Leipzig Medizin. Wir sind jetzt im letzten Jahr des Studiums. Zusammen haben wir Famulaturen in Bangkok, Nakhon Sawan und Mae Sot in Thailand, dem Nachbarland von Burma, gemacht. Wir sind zurzeit in Hat Yai, im Süden von Thailand und machen hier unser Chirurgie PJ (Praktisches Jahr).

Wir haben noch vor zwei Jahren nicht viel über Burma gewusst, mittlerweile haben wir viele Freunde aus dieser Region.
Wir beide, Josephine Wacker und Miriam Wilhelm, sind Medizinstudententinnen aus Leipzig und haben im vergangenen Jahr gelernt, das schon kleine Dinge genügen, um auch Großes zu erreichen.

Unsere Geschichte:

Im Frühjahr 2006 haben wir im Bürgerkriegsgebiet in Burma zusammen mit Bürgerkriegsopfern aus einer kleinen Dschungelambulanz die Freedom Clinic aufgebaut, die in 12 Monaten etwa über 5000 Menschen medizinisch versorgen konnte. Versorgt wurden die Menschen dort von den Medics, dem medizinischen Personal, die eine medizinische Grundausbildung haben.
Angefangen haben wir damit, daß eine Notfallversorgung in der Klinik möglich ist und die häufigsten Krankheiten mit Medikamenten in der Klinik behandelbar sind. Häufige Krankheiten sind Magen- und Darminfektionen, Hautkrankheiten, Lungenerkrankungen, Harnwegsinfektionen und natürlich auch Tropenkrankheiten. Malaria ist die Krankheit, mit der die meisten Patienten stationär aufgenommen werden mußten.
Später haben wir gemeinsam mit den Medics Präventionsprogramme ins Leben gerufen, dazu zählt das Schlafen unter Moskitonetzen, das Benutzen von Zahnbürste und Zahnpasta, Gesundheitsbildung an der Schule und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen besonders der Kinder der umliegenden Gegend.
Traurigerweise ist im Februar 2007 das burmesische Militär in diese Region um die Freedom Clinic einmarschiert, so daß unser Freedom-Clinic-Team, als auch die Dorfbewohner und Schulkinder aus der Region evakuiert werden mußten. Bis heute hat sich die Situation in dieser Region nicht verändert, so daß leider eine Fortsetzung der Arbeit dort unmöglich ist. Die Menschen aus der Region sind jetzt zum größten Teil in die Flüchtlingslager nach Thailand geflohen, dort werden sie von den großen internationalen Hilfsorganisationen mitbetreut. Unsere Medics sind zum Teil auch in den Flüchtlingslagern oder bei anderen Organisationen tätig.
Wir geben durch so eine Erfahrung die Hilfe für die Menschen im Landesinneren in Burma nicht auf. Zu oft haben wir selbst gesehen, wie nötig Hilfe gebraucht wird.

Josi und Miri

Unterstützung politischer Gefangener

Wir haben uns mit AAPP getroffen, einer Organisation die sich für die politisch Gefangenen in Burma einsetzt. Eine Gruppe aus Deutschland hatte uns direkt für AAPP Geld mitgegeben und dieses konnten wir nun übergeben zur Unterstützung von politischen Gefangenen. Mehrere ehemals politische Gefangene erzählten uns über Lebensgeschichte und ihre Zeit als politisch Gefangene im Gefängnis in Burma. Als wir uns einige Tage später wieder trafen, um gemeinsam den Abend zu verbringen, war auch O wieder da. Er hatte 12 Jahre im Gefängnis verbracht als politisch Gefangener (1993-2005), da er eine regimekritische Zeitung mit Freunden herausgegeben hat. Für ihn gab es kein rechtmäßiges Verfahren und er durfte auch keinen Anwalt nehmen. Im 2. Lebensjahr war er an Polio, der Kinderlähmung erkrankt. Im Gefängnis musste er dazu noch 8 Jahre auf dem Fußboden schlafen, so dass sich die Folgen seiner Erkrankung noch verschlimmerten, wie Gangstörung und Muskelverkürzung. 1993 erlitt er bei der Folter beim Verhör, da er wiederholt auf die Ohren geschlagen wurde, einen beidseitigen Hörschaden. Ein Arzt wurde ihm verweigert. Als er später in einem anderen Gefängnis war, gab es zwar einen Arzt, aber keinen Spezialisten für Ohrenschäden. Seitdem ist er schwerhörig und auf ein Hörgerät angewiesen, um am Alltag teilnehmen zu können. Wir haben ihm ermöglicht, einen Hörtest beim Arzt zu machen und ein Hörgerät angefertigt zu bekommen, dass für seinen Hörschaden ausgelegt ist. Freunde von uns haben vor Ort das Hörgerät besorgt und ihn bei den Arztbesuchen unterstützt.

Burma - Sommer 2007

Angekommen im ersten Flüchtlingsgebiet in Burma, wurden wir von 2 Hebammen ganz lieb empfangen und mit allem, was man für das leibliche Wohl braucht umsorgt. Wir hatten angeboten, ein kleines Chirurgietraining zu machen, für diejenigen, die gern chirurgische Hand- und Instrumentenknoten lernen möchten. Dafür waren wir mit Sachspenden gut ausgerüstet, wir haben viel Nahtmaterial und chirurgisches OP-Besteck gespendet bekommen. Da viele Medics in dieser Klinik schon Erfahrung mit der kleinen Chirurgie haben, wurden unsere Augen umso größer, als wir in den Unterrichtsraum kamen und uns 30 Augenpaare erwartungsvoll anschauten. Die Medics hatten den Health Workern Bescheid gesagt, die in die umliegenden Dörfer gehen, um die Menschen medizinisch zu versorgen. Also hatten wir für dieses Training mehr "Studenten" als erwartet, zum Glück sind wir erfindungsreich. Nach einem Unterricht, indem wir die Fragen der Health Worker beantworteten und eine Einführung in die Wundversorgung machten, welche Arten von Wunden es gibt, welche man chirurgisch versorgt und wie, auf was man achten muss etc., ging es an die praktische Arbeit. An Bänken und Regenschirmen wurden die chirurgischen Handknoten geübt und an Decken etc. die Instrumentenknoten. Mit den Gedanken daran, wie wir uns angestellt hatten, im Umgang mit den Instrumenten und dem Erlernen der Knotentechnik, waren unserer "Studenten" erstaunlich talentiert, schnell im Lernen und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Uns hat das Training unheimlich viel Spaß gemacht und damit die Studenten ihr praktisches Wissen noch vertiefen konnten, da "nur die Übung macht den Meister", haben wir das praktische Training noch verlängert, damit sie noch andere Nahttechniken kennen lernen können und erneut Zeit und Material zum Üben haben. Wir haben Zeit mit den Medics zusammen in der Klinik verbracht. Unsere beiden Hebammen mussten mitten in der Nacht zu einer Patientin mit Blutung nach einer Fehlgeburt. Wie so oft in Burma gibt es fast in keiner Klinik Elektrizität und so wird mit Taschenlampe gearbeitet, eine Infusion angelegt und eine Ausschabung durchgeführt. Am nächsten Tag ging es der Patientin wieder besser und sie konnte nach Hause entlassen werden.
Nun waren wir im zweiten Ort im in Burma angekommen. Eine kleine Klinik gab es hier, ein Arzt, mit dem wir uns schon vorher in Kontakt gesetzt hatten, hatte für hier Medikamente gekauft, ansonsten gab es nicht viel. Auch hier haben wir wieder ein kleines Chirurgietraining gemacht. Wir bekamen einen großen Bananenbaumstamm und daran konnte man wunderbar nähen üben, allerdings nichts für Ungeduldige, da man ganz "sanft" nähen muss, damit die Naht nicht einreißt. Aber die Medics erwiesen sich auch hier als ungemein geschickt. Es gibt hier eine kleine Schule mit etwa 60 Kindern. Zahnbürsten und Zahnpasta allerdings kennen sie nicht. Da wir schon ein Plakat mitgebracht hatten, wie man richtig Zähne putzt, haben wir die Medics gefragt, ob sie das nicht den Kindern beibringen wollen. Das wollen sie und so haben wir noch 100 Zahnbürsten und Zahnpasten gekauft für die Kinder für eine weiße Zahnzukunft.
Wir haben noch zwei weitere Flüchtlingsregionen besucht. Die Menschen waren immer sehr herzlich zu uns. Es hat uns sehr viel Freude bereitet eine Weile lang den Alltag mit diesen lieben Leuten teilen zu können. Wir haben gemerkt, dass es viel wichtiger ist den Menschen zu zeigen, dass der Rest der Welt an sie denkt, als nur Geld zu spenden.
Über Burma

Rund 50 Millionen Menschen leben in dem Land, das nach einem Staatsstreich 1962 von einer Militärdiktatur regiert wird. Die Junta gilt als brutal und rücksichtslos und wird wegen ihrer Isolationspolitik häufig mit der Diktatur in Nordkorea verglichen. Die Militärjunta SPDC (State, Peace and Development Committee) hat das einst aufstrebende Land Asiens an den Rand des Ruins geführt. 1989 hat sich das damalige Birma in Myanmar umbenannt. Die Bezeichnung wird aber von vielen Ländern nicht anerkannt. Seit 1992 wird Myanmar vom 73-Jährigen General Than Shwe und dem Premierminister General Soe Win regiert. Es gibt kein Parlament. Bei der letzten Parlamentswahl von 1990 lag die von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi mit der gegründete Oppositionspartei "Nationale Liga für Demokratie" (NLD) mit 60 Prozent aller Stimmen und 80 Prozent der Abgeordnetensitze klar vorn. Die Militärs erkannten die Wahl aber nicht an. Seit einigen Jahren wird Myanmar zunehmend bei ausländischen Touristen beliebt. Das südostasiatische Land, einst die Reiskammer der Region, gehört heute laut den Vereinten Nationen zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Das durchschnittliche Jahreseinkommen der 54 Millionen Einwohner liegt nach Informationen des Auswärtigen Amtes pro Kopf bei etwa 260 US-Dollar.

Birma, Burma oder doch Myanmar?

Dieses einst reiche Land in Asien wurde in Deutschland Birma genannt. Die Engländer nannten das Land seit der Kolonialzeit, Burma. Seit Juni 1989 lautet der offizielle Name Union of Myanmar - in burmesischer Sprache ein Synonym für Birma. Die von der Militärjunta beschlossene Namensänderung wurde allerdings nicht von allen Staaten angenommen. So hielten unter anderem die USA als Zeichen ihrer Missbilligung des Militärregimes am Namen Burma fest. Die Vereinten Nationen nennen es Myanmar. Doch die Menschen in Burma, die für ein freies und demokratisches Burma kämpfen, nennen das Land auch heutzutage Burma.

Safran Revolution in Burma - Aufstand der Mönche

Unruhen gibt es in Burma seit über 40 Jahren. Doch im August/September 2007 traten wieder, erstmals seit 1988, tausende Menschen auf die Straße, um für ihre Rechte und Demokratie zu demonstrieren. Die Militärregierung hat das einst aufstrebende Land in Asien in den Ruin gewirtschaftet. Die Einwohner Burmas leben, im Gegensatz zu den Militärgenerälen und deren Familien, unter widrigsten Bedingungen. Darum hatten drastische Preiserhöhungen für Gas und Benzin um 500 % am 17. August 2007 die Massenproteste ausgelöst, welche sich allerdings schnell zu Protesten gegen die Politik der Militärregierung und Kampf für Demokratie wandelten. Die letzten und bislang einzigen Demonstrationen in Burma 1988 gingen blutig zu Ende, inoffiziell sind damals mehr als 10000 Menschen ums Leben gekommen. 1988 lehnten sich Studenten gegen die unfaire Studienbedingungen, Hungersnot im Land und das Regime von General Ne Win auf. Tausende Protestierende mussten damals ihren Kampf um Demokratie und Freiheit mit dem Leben bezahlen.

Der Buddhismus spielte 1988 wie 2007 eine wichtige Rolle, schon damals wurden Mönche verhaftet und ermordet. Mönche gelten in der burmesischen Gesellschaft als einflussreich und unantastbar. Rund 90 Prozent der Bevölkerung sind gläubige Buddhisten, auch die höchsten Generäle. Doch das hält die Generäle nicht davon ab auf Mönche zu schießen. Aber auch das Verhalten Chinas spielt eine große Rolle. Burma hat alles, was Chinas aufstrebende Industrie dringend braucht: Bodenschätze, Holz, Öl, Erdgas und einen strategisch wichtigen Zugang zum Golf von Bengalen. Allein Burmas Gasreserven im Meer werden auf 2,48 Billionen Kubikmeter geschätzt, etwa 1,4 Prozent des Weltvorkommens. Im Gegenzug lieferten chinesische Rüstungsbetriebe Burma in den vergangenen zwanzig Jahren Waffen für mindestens zwei Milliarden US-Dollar.

Anders als in der Vergangenheit schritt die Militärjunta zunächst nicht ein, begann allerdings am 25. September 2007 verstärkt Präsenz zu zeigen. Tränengas, Schlagstöcke und "Warnschüsse" wurden gegen Demonstranten eingesetzt. Laut der Organisation AAPP sind 14 Mönche ums Leben gekommen, andere Quellen sprechen von mehr als 200 getöteten Demonstranten, darunter der japanische Photograf Kenji Nagai. Hunderte Demonstranten wurden verhaftet, viele sind noch heute an einem unbekannten Ort. Am 28. September wurden alle Internetverbindungen mit dem Ausland abgeschaltet . Als offiziellen Grund gab die staatliche Telekommunikationsgesellschaft den Bruch eines Unterseekabels an. Wenn man genauer hinschaut ist aber sonnenklar, dass verhindert werden sollte, dass Nachrichten, Bilder und Filme von den Protesten ins Ausland gelangen. Seit dem 8. Oktober 2007 sind einige Seiten wieder verfügbar. Am 29. September verkündete die Regierung, dass "Frieden und Stabilität wieder hergestellt" seien. Auch an jenem Tag gingen in Burma Hunderte auf die Straße. In der darauf folgenden Zeit wurden etliche Demonstranten und Verdächtige verhaftet und so der aufstand im Keim erstickt. Das Staatsfernsehen Burmas sprach von offiziell 2.000 Verhaftungen infolge der Proteste, inoffiziell sollen es rund 6000 sein.

Aung San Suu Kyi

Aung San Suu Kyi, Friedensnobelpreistragerin 1991, gibt dem burmesischen Volk Hoffnung und Kraft sich gegen das Militärregime aufzulehnen. Seit langer Zeit ist sie in Burma unter Hausarrest und wird so davon abgehalten persönlich mit dem Volk in Kontakt zu treten. Doch ihr Charme und Charisma überwinden Betonmauern und ihr Bemühen um ein freies und demokratisches Burma kann nicht von der Militärjunta erstickt werden. Aung San Suu Kyi ist die Tochter des burmesischen Nationalhelden Aung San, der für die Unabhängigkeit Burmas von den Engländern kämpfte. 1947, kurze Zeit vor der Unabhängigkeit, wurde er heimtückisch ermordet, da war Suu Kyi gerade 2 Jahre alt.
Aung San Suu Kyi konnte ihre Ausbildung in Rangoon, Delhi und an der Oxford Universität in England absolvieren. Später arbeitete Sie als UN-Diplomatin in New York und Bhutan, und gründete mit ihrem englischen Ehemann eine Familie in England. 1988 ging sie zurück nach Burma, um sich um ihre sterbende Mutter zu kümmern, genau zu dieser Zeit brachen dort die großen Studentenproteste gegen das herrschende Militär Regime aus. In Aung San Suu Kyi fand die junge Demokratiebewegung schnell eine geeignete Führungspersönlichkeit.
Dennoch wurde der friedliche Protest brutal niedergeschlagen, Tausende fanden den Tod, die dunkelziffer wird auf 10000 ermordete Studenten und Mönche geschätzt. 1990 fanden in Burma dann freie Wahlen statt, ihre "National League for Democracy" erreichte an die 80 % der Wählerstimmen. Doch das abgewählte Regime ignorierte den Volkswillen und stellte unter Hausarrest.
Mit einem unglaublichen Einsatz kämpft Aung San Suu Kyi für den Demokratieprozess in ihrer Heimat, auch unter Bedingungen wie Hausarrest oder Gefängnis.
1991 wurde Aung San Suu Kyi mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, weiters hat man ihr auch schon den "Sakharov Preis" für die Freiheit des Denkens im europäischen Parlament und den "Thorolf Rafto Preis" für Menschenrechte in Norwegen verliehen. Am 31. Mai 2003 nahm die Militärführung Aung San Suu Kyi nach einem der Regierung zugeschriebenen Überfall auf ihre Wagenkolonne in Zentralbirma erneut fest. Nachdem sie eine Zeit lang im Gefängnis war und operiert wurde, steht sie seither erneut unter Hausarrest. Am 24. Oktober 2005 dauerte ihr Hausarrest insgesamt 10 Jahre an: 1989-1995, 2000-2002 und Mai 2003 bis einschließlich des 24. Oktober 2005. Am 28. November 2005 wurde ihr Hausarrest offiziell um ein weiteres Jahr verlängert. Am 25. Mai 2007 wurde der Hausarrest wieder um ein Jahr verlängert. Die EU und die USA legten scharfen Protest ein, doch die nützen nichts.
Während der Proteste der Mönche ("Mönchsmärsche") zeigte sie sich am 22. September 2007 entgegen den Arrestauflagen erstmals nach vier Jahren kurz in der Öffentlichkeit. Am 26. September wurde sie wegen ihrer Proteste verhaftet.

Bürgerkrieg und Völkermord

Seit Jahrzehnten tobt im Vielvölkerstaat Burma ein blutiger Bürgerkrieg, der Schätzungen zufolge bis zu 500.000 Menschenleben gefordert hat. Rund 30 bewaffnete Gruppen sind an dem Konflikt beteiligt, viele von ihnen gehören zu ethnischen Minderheiten wie den Shan, Karen, Kachin, oder Mon die mehr Autonomie fordern. Daneben geht es um die Kontrolle des Drogenhandels – Burma ist zusammen mit Afghanistan der weltweit größte Exporteur von Rohopium. Hunderttausende haben das Land inzwischen verlassen, eine Million sind in Burma auf der Flucht. Vertrieben aus tausende Jahre alten Kulturstätten um Platz für die Tourismusbranche zu schaffen. Zwangsumsiedlungen gaben diesen Menschen den traurigen Namen -Internally Displaced Persons-IDP. Es gibt 7 grosse Minderheitenvölker und mehr als 100 kleine ethnische Gruppen. Seit nun mehr als 40 Jahren werden sie unterdrückt und ausgebeutet. Mit unvorstellbarer Brutalität und Härte geht die SPDC gegen diese friedlichen und liebenswerten Menschen vor. Bildungsentzug, Mord, Folter, Massenvergewaltigungen und Zwangsarbeit prägen deren Alltag. Die IDP verstecken sich im Dschungel oder fliehen ins benachbarte Thailand. Über 140000 Flüchtlinge leben in Camps entlang der thailändisch- burmesischen Grenze. Die Zahl der IDPs in Burma wird auf über 2 Milllionen geschätzt. Viele der Flüchtlinge sind Opfer systematischer Vertreibungen und Zwangsumsiedlungen Gegen die burmesische Militärregierung und die Armee werden von Menschenrechtsorganisationen schwere Vorwürfe erhoben. Die Armee der burmesischen Militärregierung soll in ihren Reihen über 60.000 Kindersoldaten haben. Weitere 6.000 Minderjährige dienen in den Rebellengruppen. Damit gibt es in Burma weltweit die meisten Kindersoldaten.


Patienten im Fluechtlingsgebiet



Training



Landschaft



Landschaft S/W



Leben



Leben S/W



Privat

Free Burma Rangers



AAPP

Hilfe für politisch Gefangene

Durch die aktuelle politische Situation in Burma, ist es uns sehr wichtig auch ein Sprachrohr für ehemals politisch Gefangene und noch immer im Gefängnis sitzenden mutigen Leute, welche ihr Leben lang für ein freies und demokratisches Burma kämpfen.

AAPP = Assistance Association for Political Prisoners

Seit der Demokratiebewegung 1988 wurden immer wieder politische Aktivisten, die für Demokratie in Burma demonstrieren niedergeschlagen. Seither wurden tausende dieser Menschen aufgrund ihrer politischen Einstellung willkürlich verhaftet und teilweise für Jahrzehnte ins Gefängnis gesteckt. Wenn politisch Gefangene das Glück haben, entlassen zu werden, werden sie in der Regel binnen eine Woche wieder verhaftet, um sie aus der Gesellschaft zu entfernen. Deshalb sind viele der ehemaligen Gefangenen nach Thailand ins Exil gegangen. Der Studentenanführer Min Ko Naing hat nach sechzehnjähriger Haft im Jahr 2000 die Organisation AAPP gegründet.

Was macht AAPP?
1. Unterstützung der Familien von politisch Gefangenen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Angehörigen im Gefängnis zu besuchen. (Gefangene werden mutwillig in weit von ihrer Familie entfernte Gefängnisse gebracht.)
2. Unterstützung der Gefangenen mit Nahrung und Medizin. (Entgegen offizieller Angaben erhalten die Gefangenen dies nur unzureichend - eine der Hauptursachen für die Mortalität in den Gefängnissen.)
3. Sammeln und Berichten der Haftbedingungen.
4. Veröffentlichen der Lebensgeschichten von Gefangenen mit Anfragen an Amnesty International.
5. Betreuung von nach Thailand geflohenen politischen Gefangenen - mit Stellung von Unterkunft und Verpflegung für die Anfangszeit - medizinische Betreuung (sehr hohe Prävalenz chronischer Krankheiten, als Folge der Gefangenschaft) - psychische Betreuung in Form sozialer INtegration und Austauschmöglichkeiten Betroffener.
6. Ausbildungsunterstützung der mit nach Thailand geflohenen Kinder der ehemals Gefangenen.

Aktuelle Fakten (Stand Juli 2007):
- 1192 politische Gefangene insgesamt
- davon 125 Studenten und 57 Frauen
- für genauere Informationen: www.aappb.org


Free Burma Rangers - Engel im Dschungel Burmas

Gegründet wurden die Free Burma Rangers (kurz FBR) 1997 anlässlich einer Großoffensive der burmesischen Armee. Tausende Menschen kamen damals ums Leben und über 100 000 wurden aus ihrer Heimat vertrieben und deren Dörfer niedergebrannt. Die Organisation hat derzeit 29 multiethnische, interkonfessionelle Vollzeit-Teams, die in den Minderheitenstaaten Burmas, wie Karen, Karenni, und Shanstaat ständig im Einsatz sind. Die Arbeit wird unentgeltlich geleistet, medizinische und bestimmte sprachliche Kenntnisse müssen vorhanden sein und es wird geistiges und körperliches Durchhaltevermögen vorausgesetzt: "Grundvoraussetzung ist, dass man die Menschen liebt und sie auf keinen Fall im Stich lässt."

Die Teams haben gute medizinische Kenntnisse und sind mit medizinischem Equipment ausgestattet um den Menschen in den von Angriffen gebeutelten Minderheitengebieten zu helfen. Sie leisten Unvorstellbares, von der Behandlung einfacher Krankheiten, über Malariabehandlung, Geburten und die Versorgung von Landmienenopfern. Besonders beeindruckend ist die Dokumentationsarbeit der Teams. Ausgerüstet mit Fotoapparat und Videokamera dokumentieren sie ihre Arbeit und die grausamen Menschenrechtsverletzungen durch das burmesische Militär. Dabei begeben sich diese mutigen Frauen und Männer (oft unter 25 Jahre alt!) in Lebensgefahr, doch sie wollen, das die Welt von den Geschehnissen in Burma erfährt.

Sie helfen den Menschen in Gebieten, die ständig von Militärübergriffen bedroht sind und in denen sich burmesische Militärcamps befinden. Die Bewohner dieser Regionen gehören fast alle ethnischen Minderheiten an. Häufig werden diese Gebiete vom Militär zu "Free Fire Zones" erklärt, wo Menschen keine Menschenrechte mehr besitzen. So werden jeden Tag in Burma wehrlose Menschen zur Zwangsarbeit genötigt, gefoltert, vergewaltigt und getötet. Die Soldaten legen Landmienen in Felder und Dörfer, so dass Einheimische, die in ihre Heimatdörfer zurückkehren wollen, häufig von Landmienen verletzt oder getötet werden. "*Love each other. Unite for Freedom, Justice and Peace. Forgive and don?t hate each other. **Pray with faith and act with courage. Never surrender*." ist das Motto der FBR.

Einige wenig informierte Leute werfen den Teams von FBR vor, Waffen zu tragen. Wenn ein Medic eine Waffe trägt, dann nur zum Selbstschutz. FBR weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie sich nie an Kampfhandlungen beteiligen, die von Zeit zu Zeit zwischen Rebellengruppen und burmesischen Militär ausbrechen. Das Gerücht, FBR würden Waffen kaufen, weisen sie energisch zurück. "Es sollte jedem selbst überlassen werden, ob er sich auf den gefährlichen Missionen schützen möchte, auch wenn in den Jahren seit der FBR Gründung keine Waffe abgefeuert wurde". Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Frieden, Demokratie und Schutz der Menschenrechte sind die Leitmotive der Arbeit von FBR. Viele der Mitarbeiter von FBR haben einen christlichen Hintergrund, aber Religionszugehörigkeit ist kein Kriterium für die Mitarbeit bei FBR. Wir finden die Arbeit von FBR bewundernswert und mutig. Weitere Informationen finden sie unter www.freeburmarangers.org

Wie können wir helfen?

1. Geldspenden an AAPP für ihre Dokumentationsarbeit, medizinische Hilfe und zur Ausbildungsunterstützung.
2. Voluntäre für Büroarbeit, psychologische Hilfe (Sozialarbeiter, Psychologen).
3. Fortlaufende aktuelle Berichterstattung - auch in der eigenen Familie und im Freundeskreis.
http://www.burmariders.com/ - Eine Fahrradtour für Menschenrechte durch Burma
Wir sind per Mail zu erreichen unter: